Autor:Site Editor veröffentlichen Zeit: 2025-12-18 Herkunft:Powered
Das Drehgestell ist ein eigenständiges Bauteil eines Schienenfahrzeugs, wobei die Anzahl der Verbindungen zwischen Drehgestell und Wagenkasten möglichst gering gehalten wird. Die Parameter des Drehgestells bestimmen direkt die Fahrstabilität und den Fahrkomfort des Fahrzeugs.
Der Einsatz von Drehgestellen in Schienenfahrzeugen zielt darauf ab, die Tragfähigkeit, die Länge und das Volumen des Fahrzeugs sowie die Betriebsgeschwindigkeit zu erhöhen, um den Entwicklungsanforderungen des Schienenverkehrs gerecht zu werden.
Hauptklassifizierungsmethoden für Drehgestelle
I. Klassifizierung nach Anzahl der Achsen
Zweiachsiges Drehgestell:
Geeignet für die meisten Güterwagen und einige Lokomotiven. Es zeichnet sich durch einen relativ einfachen Aufbau und niedrige Herstellungskosten aus.
Dreiachsiges Drehgestell:
Wird normalerweise für Hochleistungslokomotiven oder Spezialfahrzeuge wie Diesellokomotiven und einige Elektrolokomotiven verwendet. Dreiachsige Drehgestelle sorgen für verbesserte Stabilität und höhere Traktionsfähigkeit.
Mehrachsiges Drehgestell:
Wird hauptsächlich für lange und schwere Güterzüge oder Schwerlastzüge wie D38-Schwerlastwagen von Schnabel eingesetzt, um hohen Lasten und komplexen Gleisverhältnissen gerecht zu werden.
II. Klassifizierung nach Anwendung
Drehgestell für Güterwagen:
Beispiele hierfür sind die Typen Z8A, Z8G und ZK3, die hauptsächlich für den Gütertransport eingesetzt werden. Bei diesen Drehgestellen stehen Tragfähigkeit und Laufstabilität im Vordergrund.
Pkw-Drehgestell:
Beispiele hierfür sind die Typen 209T, PW-200 und CW-200. An Laufruhe und Fahrkomfort werden höhere Anforderungen gestellt. Drehgestelle für Personenkraftwagen verfügen typischerweise über eine verbesserte Federungsleistung und ermöglichen höhere Betriebsgeschwindigkeiten.
Lokomotivdrehgestell:
Dazu gehören Drehgestelle für Elektrolokomotiven (z. B. Typ SS8) und Diesellokdrehgestelle, die hauptsächlich Traktionsaufgaben übernehmen und eine hohe Traktions- und Bremsleistung erfordern.
EMU-Drehgestell:
Unterteilt in Triebdrehgestelle und Nachlaufdrehgestelle. EMU-Drehgestelle müssen gleichzeitig die Anforderungen an Traktion, Bremsung und Hochgeschwindigkeitsbetrieb erfüllen.
III. Klassifizierung nach Strukturmerkmalen
Polsterdrehgestell:
Eine traditionelle Drehgestellkonstruktion, bei der ein Polster die Radsätze und den Wagenkasten verbindet und so für ein gewisses Maß an Schwingungsdämpfung sorgt.
Drehgestell ohne Polster:
Beispiele hierfür sind die Drehgestelle CW-200 und SW-200K. Das polsterlose Design reduziert Gewicht und strukturelle Komplexität und verbessert gleichzeitig die Laufqualität.
Radialdrehgestell:
Die Vorder- und Nachlaufachse sind radial zum Kurvenradius ausgerichtet, wodurch ein Anstellwinkel von Null entsteht. Dies reduziert den Spurkranzverschleiß und die seitlichen Rad-Schiene-Kräfte und eignet sich daher für Strecken mit zahlreichen Kurven.
IV. Besondere Drehgestelltypen
Drehgestell für den städtischen Schienenverkehr:
Beispiele hierfür sind Drehgestelle der Shanghai Metro und gummibereifte Drehgestelle der Paris Metro. Diese sind auf die spezifischen Anforderungen des städtischen Schienenverkehrs zugeschnitten und verfügen über kleinere Raddurchmesser und eine bessere Kurvenbewältigungsfähigkeit.
Drehgestellgruppen für Schwerlastfahrzeuge:
Bestehend aus mehreren Drehgestellen, um den Transportanforderungen von übergroßer und übergewichtiger Fracht gerecht zu werden.